00:00:00: Willkommen zum Rhein-Mein-Feierabend-Briefing.
00:00:03: Heute mit diesen Themen.
00:00:06: Gedenken an Friedrich von Metzler.
00:00:08: Unideal in Frankfurt, Kritik an AfD-Vermietung in Gießen und ein Unternehmensumzug.
00:00:17: In der Frankfurter Paulskirche wurde am ersten Todestag des Bankiers Friedrich von Metzler eine Gedenkstunde abgehalten.
00:00:25: Bundeskanzler Friedrich Merz würdigte von Metzler als herausragenden Bürger und besonderen Menschen, der sich stets für das Gemeinwohl und seine Heimatstadt eingesetzt habe.
00:00:36: Von Metzler führte das Bankhaus B. Metzler Seel, Sohn und Kostow über vier Jahrzehnte und prägte den Finanzplatz Frankfurt maßgeblich.
00:00:46: Die Gedenkfeier war mit zahlreichen Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Kultur gut besucht.
00:00:52: Von Metzlers Engagement und Optimismus bleiben in der Stadt weiterhin präsent.
00:00:59: Die Goethe-Universität Frankfurt plant, den Campus der Jesuitenhochschule St.
00:01:03: Georgien in Oberrat zu erwerben.
00:01:06: Ziel ist eine engere Zusammenarbeit beider Institutionen, um ein einzigartiges Zentrum für Theologie und interdisziplinären Austausch zu schaffen.
00:01:17: Studierende der katholischen Theologie sollen künftig an beiden Hochschulen eingeschrieben und von Lehrenden beider Einrichtungen betreut werden.
00:01:26: Die Universität prüft, ob sie den Campus aus ihrem Stiftungsvermögen finanzieren kann.
00:01:31: Mittel aus dem laufenden Haushalt sollen nicht verwendet werden.
00:01:35: Der neue Hochschulpakt zwingt die Goethe-Universität zu einem Sparkurs.
00:01:41: Allein im kommenden Jahr wird mit einem Nettoverlust von mehr als zwanzig Millionen Euro gerechnet.
00:01:47: Neben gemeinsamen Forschungsprojekten sind auch neue Wohnheime auf dem acht Hektar großen Gelände denkbar.
00:01:54: Die Kooperation soll die theologische Ausbildung stärken, ohne den Jesuitischen Charakter von St.
00:02:00: Georgien aufzugeben.
00:02:03: Ein weiteres Thema.
00:02:04: Die Messe Gießen steht wegen der geplanten Vermietung ihrer Räume an die AfD für die Neugründung der Jugendorganisation in der Kritik.
00:02:14: Der Gießener Professor für öffentliches Recht, Steffen Augsberg, betont, dass die Messe als private Gesellschaft nicht verpflichtet sei, an die AfD zu vermieten.
00:02:24: Die Pflicht zur Gleichbehandlung gelte laut Parteingesetz nur für Träger öffentlicher Gewalt, nicht aber für private Unternehmen.
00:02:33: Augsberg widerspricht damit der Argumentation der Messegesellschaft, die sich auf rechtliche Zwänge berufen hatte.
00:02:40: Die Proteste gegen die Veranstaltung könnten laut Augsberg am Ende eher der AfD nutzen, da sie die von ihr angeführten Themen weiter in den Fokus rücken.
00:02:49: Er mahnt, rechtsstaatliche und demokratische Standards zu wahren.
00:02:54: Ein Blick in die Stadtentwicklung.
00:02:56: Die Sanierung von Frankfurter Sozialwohnungen steht im Fokus innovativer Architekturideen.
00:03:03: Beim Ernstmai-Preis wurden Architekturstudenten der TU Darmstadt für Vorschläge zur Modernisierung von Wohnblocks aus der Nachkriegszeit ausgezeichnet.
00:03:13: Die prämierten Entwürfe reichen von ausklappbaren Wäschetrocknern und Sonnensegeln für Balkone bis zu begrünten Fassaden und besseren Lüftungskonzepten.
00:03:23: Ziel ist es, die Gebäude technisch zu ertüchtigen und gleichzeitig das soziale Gefüge zu erhalten.
00:03:29: Die Nassauische Heimstätte Wohnstadt plant, jährlich rund zweitausend Wohnungen zu modernisieren und will dabei auch die Ideen der Studierenden berücksichtigen.
00:03:38: Die Ausstellung Umbau des sozialen Wohnens in Frankfurt ist noch bis zum neunzehnten November im Atrium des Planungsdezernats zu sehen.
00:03:49: Auch die Wirtschaft bewegt sich.
00:03:50: Der Autorspezialist Jack Wolfskin verlegt seinen Firmensitz von Idstein nach Eschborn.
00:03:57: Das Unternehmen mietet rund sechstausend Quadratmeter Bürofläche im Gewerbegebiet Süd.
00:04:03: Die Rückkehr in die Region Frankfurt wird von der Geschäftsführung als nach Hause kommen bezeichnet.
00:04:09: Das Bürogebäude wurde umfassend modernisiert und gilt mit einer großen Dachterrasse, Erdwärmenutzung und Photovoltaikanlage als besonders energieeffizient.
00:04:21: Der Umzug unterstreicht die Attraktivität des Standorts Ashbourne für Unternehmen, die zentrale Lagen meiden, aber dennoch in der Nähe von Frankfurt bleiben wollen.
00:04:32: Das war das FAZ Rhein-Main-Feierabend-Briefing vom Montag, dem achtzehnten November, zwei tausend fünfundzwanzig.