00:00:00: Willkommen zum Rhein-Main-Feierabend-Briefing.
00:00:03: Heute mit diesen Themen.
00:00:05: Krankenhausreform in Hessen, mutmaßlicher Mord in Frankfurt, Extremismus bei Jugendlichen und Alltag auf dem Weihnachtsmarkt.
00:00:16: Im Mittelpunkt steht heute die geplante Krankenhausreform in Hessen.
00:00:20: Das Land hat einen neuen Krankenhausplan vorgestellt, der über die bundesweiten Vorgaben hinausgeht.
00:00:27: Künftig werden mehr als sechszig Leistungsgruppen, darunter Chirurgie, Geburtshilfe und Onkologie, nach strengen Kriterien vergeben.
00:00:36: Besonders bei der Krebsbehandlung legt Hessen die Messlatte hoch.
00:00:40: Nur Kliniken, die zusätzliche Anforderungen erfüllen, dürfen künftig bestimmte Krebsarten behandeln.
00:00:46: Für Notfälle bleibt die Versorgung innerhalb von dreißig Minuten.
00:00:50: Für Geburtshilfe und Kinder- und Jugendmedizin innerhalb von vierzig Minuten erreichbar.
00:00:57: Die Einteilung der Aufgaben erfolgt nach sechs Versorgungsgebieten, um regionale Unterschiede zu berücksichtigen.
00:01:04: Die einhundertundzwanzig Krankenhäuser müssen ihre Anträge auf Leistungsgruppen aktualisieren.
00:01:10: Der medizinische Dienst prüft die Zuteilung im kommenden Jahr.
00:01:14: Der Plan gilt als Gemeinschaftswerk und soll flexibel auf künftige Reformen reagieren.
00:01:21: Ein weiteres Thema.
00:01:22: In Frankfurt wird ein mutmaßlicher Mordfall verhandelt.
00:01:26: Die Staatsanwaltschaft hat Anklage gegen einen neunundfünfzig Jahre alten Mann aus Rotgau erhoben, der seine Ehefrau im Mai vergangenen Jahres vom Balkon eines Hotels in Sachsenhausen gestoßen haben soll.
00:01:39: Der Mann hatte das Zimmer im zweiundzwanzigsten Stock eigens angemietet und die Tat als Unfall getarnt, um an das Erbe und die Lebensversicherung seiner Frau zu gelangen.
00:01:50: Ermittlungen ergaben, dass er zuvor im Internet nach Tötungsarten recherchiert und sein Umfeld mit widersprüchlichen Angaben getäuscht hatte.
00:01:59: Nach fast zwei Jahren wurde der Verdächtige im April dieses Jahres festgenommen.
00:02:04: Das Landgericht Frankfurt entscheidet nun über die Eröffnung des Hauptverfahrens.
00:02:10: Auch die Präventionsarbeit gegen Extremismus steht im Fokus.
00:02:14: Experten beobachten, dass Extremisten zunehmend Kinder und Jugendliche ins Visier nehmen.
00:02:21: Nach Angaben des Violence Prevention Network waren zwei Drittel der im ersten Jahr nach dem Terrorüberfall der Hamas auf Israel ermittelten Gefährder zwischen dreizehn und neunzehn Jahre alt.
00:02:33: Besonders das Internet und die Gaming-Szene werden gezielt zur Rekrutierung genutzt.
00:02:39: Nicht das Spiel selbst, sondern Foren und Chats bieten extremisten Zugang zu jungen Menschen.
00:02:45: Präventionsexperten fordern daher ein Mindestalter für die Internetnutzung und mehr Medienkompetenz bei Eltern und Schulen.
00:02:54: Die Radikalisierung erfolgt oft unbemerkt, weshalb auch persönliche Ansprache und Aufklärung in Schulen wichtig bleiben.
00:03:02: Ein Blick in den Alltag auf dem Frankfurter Weihnachtsmarkt.
00:03:06: Am Bratwurststand auf dem Römerberg zeigt sich, wie eingespielt das Team um Patrick Hausmann ist.
00:03:12: Seit mehr als dreißig Jahren arbeiten Mitarbeiterinnen wie Jana Eslerova und Alice Anderlova für den Schaustellerbetrieb.
00:03:20: Sie sorgen mit guter Laune und Erfahrung für reibungslose Abläufe, auch wenn die Umstellung auf mehr Weg geschirr in diesem Jahr eine Herausforderung war.
00:03:30: Trotz Veränderungen und Krisen blieb die Stimmung unter Gästen und Team positiv.
00:03:35: Die Schaustellerfamilie zeichnet sich durch Zusammenhalt, Flexibilität und ein Gespür für die Bedürfnisse der Besucher aus.
00:03:43: Auch Sprachbarrieren werden mit Kreativität und Freundlichkeit überwunden.
00:03:49: Und nun zum Wetter für morgen.
00:03:51: In Frankfurt am Main startet der Tag mit leichtem Regen und überwiegend bedecktem Himmel.
00:03:57: Im weiteren Verlauf bleibt es regnerisch, die Temperaturen bewegen sich zwischen vier und neun Grad.
00:04:06: Das war das FAZ Rhein-Main-Feierabend Briefing vom Donnerstag, dem achzehnten Dezember, zwei Tausendfünfundzwanzig.